Zum Wohle des Pferdes

Als lästiges Ritual oder gar als Tätigkeit ohne Funktion, sollte der Reiter die tägliche Pferdepflege keineswegs sehen. Es ist zwar auch, aber nicht ausschließlich, eine kurzweilige Schmusestunde mit den Vierbeinern. Eine gewissenhafte Pflege trägt im hohen Maß zu einer optimalen Erhaltung der Pferdegesundheit bei.
Mähne und Schweif sollten regelmäßig gekämmt werden, mit einem Mähnenspray wird diese Arbeit wesentlich erleichtert. Inwieweit das Langhaar geschnitten wird, ist den jeweiligen Vorlieben des Besitzers überlassen. Festes Striegeln, wobei sich tief sitzender Dreck, Fellhaare und abgestorbene Hautschuppen der Pferde lösen, werden mit einer Kardätsche ausgebürstet. Empfindliche Partien, wie der Rücken oder die Pferdebeine müssen besonders sorgfältig und mit wenig Druck gestriegelt werden. Während der täglichen Putzaktion können Auffälligkeiten des Pferdes wahrgenommen werden. Hat es irgendwelche Verletzungen? Fühlt es sich unwohl?
Die Sattellage muss penibel gesäubert werden, um keinerlei Hautirritation durch den Sattel hervorzurufen. Hufe werden mehrmals am Tag ausgekratzt und somit begutachtet. Dies ist wichtig um jegliche Fremdkörper zu entfernen. Ist das Pferd unbeschlagen, also ein Barhufgänger, ist ein aufmerksameres Auge erforderlich.
Natürlich ist die tägliche Pflege und das kooperierende stille Stehen des Pferdes eine gute Gehorsamsübung, die vom Pfleger täglich eingefordert werden sollte. Dies gilt selbstverständlich auch für die sorgsame Pflege nach der Arbeit.